Naturschutz · Europäisches Netzwerk EEP
Erhaltung und EEP
Für einige der Arten, die wir bei uns beherbergen, ist die Zukunft dort draußen keineswegs gesichert. Hier setzt unsere Arbeit an.
Was bedeutet das?
Eine größere Geschichte
Wenn sich ein Zoo an einem Artenschutzprogramm beteiligt, ist jedes Tier, das er beherbergt, Teil einer gemeinsamen Initiative mit Dutzenden anderer Einrichtungen in Europa.
Im Zoo al Maglio sind verschiedene Tierarten Teil europäischer Artenschutzprogramme. Auch aus diesem Grund befinden sie sich hier: Denn in freier Wildbahn hängt ihr Überleben von einem koordinierten Management ab.
Der Zoo al Maglio ist seit Jahren Teil dieses Programms, und die Fondazione Susy Fehr – ZooCARE stärkt dessen Rolle. EEP steht für „European Endangered Species Programme“: Es handelt sich um das von der EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) koordinierte europäische System, das die Populationen der in europäischen Zoos gehaltenen bedrohten Arten verwaltet.
Das Ziel besteht darin, die genetische Vielfalt zu erhalten, die Fortpflanzung zu fördern und in einigen Fällen Exemplare wieder in ihren natürlichen Lebensraum auszuwildern. Wenn ein Zoo einem EEP beitritt, wird jedes dort untergebrachte Exemplar Teil einer größeren Geschichte. Es handelt sich nicht um „den Leoparden des Zoos am Maglio“: Es ist eines der wenigen Exemplare dieser Art in Europa, das nach wissenschaftlichen Kriterien betreut wird, die mit Dutzenden anderer Zoos abgestimmt sind.
Gemeinsam festgelegte wissenschaftliche Kriterien
Jedes Exemplar zählt im europäischen Netzwerk
Derzeitige Konservierung
Unsere laufenden Programme
Sieben konkrete Maßnahmen, die gemäß den gemeinsamen Kriterien des europäischen Zooverbands umgesetzt werden.
EEP Schneeleopard
Wir beteiligen uns am europäischen Programm zum Schutz des Schneeleoparden (Panthera uncia), einer der seltensten und am stärksten bedrohten Tierarten der Welt. Als Mitglieder des Programms tragen wir zum koordinierten Management des europäischen Bestands bei: Wir befolgen die Vorgaben des EEP-Koordinators und tauschen Daten und Entscheidungen mit den anderen Zoos des Netzwerks aus.
EEP Katta-Lemur
Wir beteiligen uns am europäischen Programm zum Schutz des Katta (Lemur catta), einer der am stärksten bedrohten Arten der Welt, die ausschließlich auf Madagaskar heimisch ist. Unsere Arbeit zielt darauf ab, diese Art und ihre schwierige Lage auf Madagaskar bekannt zu machen und gleichzeitig zur Erhaltung einer gesunden Ex-situ-Population beizutragen.
Forschung zu den Berberlöwen
Wir unterstützen Forschungsprogramme zu den Berberlöwen (Panthera leo leo), einer in freier Wildbahn ausgestorbenen Unterart. Heute kommt der Berberlöwe nur noch in zoologischen Einrichtungen vor, und ein koordiniertes Management dieser Tiere ist von entscheidender Bedeutung, um das zu bewahren, was von ihrem Erbgut noch übrig ist.
Pro Specie Rara: Schweizer Hühnerrassen
Wir beteiligen uns am Programm „Pro Specie Rara“ zum Schutz traditioneller Schweizer Hühnerrassen, die ein landwirtschaftliches und kulturelles Erbe unserer Region darstellen.
Überwachung der lokalen Tierwelt
Der Zoo als Beobachtungsort für die heimische Tierwelt, mit besonderem Augenmerk auf die bedrohten Amphibien des Tessins: kontrollierte Aufzucht und Fortpflanzung, ein naturnah gestalteter Teich zur Wiederansiedlung sowie Instrumente zur langfristigen Beobachtung der Wildtierarten im Malcantone.
Projekt BOE
Ein Naturschutzprojekt der Fondazione Susy Fehr – ZooCARE.
Kaninchenkauz
Wir beteiligen uns am europäischen Programm für die Kanincheneule (Athene cunicularia), den kleinen Raubvogel, der unterirdisch lebt und in unserem Park beheimatet ist.
Was wir getan haben
Die realisierten Projekte
Abgeschlossene Initiativen, die das Thema Artenschutz über den Zoo hinaus bekannt gemacht haben.

März – April 2026
Projekt „Mutter Natur“
Geschichten von Frauen in der Denkmalpflege. In der Welt der Forschung, des Artenschutzes und des Tierschutzes leisten immer mehr Frauen einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt der Natur: Wissenschaftlerinnen, Forscherinnen, Naturforscherinnen und Aktivistinnen, die sich täglich für den Schutz bedrohter Arten und die Erhaltung von Ökosystemen einsetzen.
Im Rahmen von „Madre Natura“ haben wir folgende Geschichten erzählt: Frauen, die mit Leidenschaft und Entschlossenheit ihr Leben dem Schutz von Tieren und natürlichen Lebensräumen gewidmet haben und damit zu einem Vorbild für Engagement, Kompetenz und Mut geworden sind. An dem Projekt waren auch der Zoo d’Abruzzo und der Wildpark Le Cornelle beteiligt.
Inmitten von Mutter Natur
Drei Projekte des Zoos
Projekt „Pappagalli“
Ein Rundgang, der den Papageien des Zoos, ihren kognitiven Fähigkeiten und den Bereicherungsmaßnahmen gewidmet ist, die ihr Wohlbefinden fördern.
Projekt Gibbone
Eine Arbeit, die sich mit dem vom Aussterben bedrohten Weißhandgibbon befasst und sich damit beschäftigt, wie man den Besuchern die Gefahren für diese Art näherbringen kann.
Projekt „Procioni“
Ein Projekt über die Waschbären im Zoo, ihr Verhalten und den Umgang mit einer in Europa eingeführten Tierart.
Ein Tag im Jahr – für alle
Tag des Denkmalschutzes
Der direkteste Weg, um vor Ort zu verstehen, warum diese Programme wichtig sind.

Veranstaltungen, Aktivitäten, Workshops
Ein Tag, der allen offensteht
Jedes Jahr veranstalten wir einen Tag des Naturschutzes, der dazu dient, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des Schutzes bedrohter Arten und natürlicher Lebensräume zu sensibilisieren.
Ein Tag voller Aktivitäten, Begegnungen und Workshops, der allen offensteht.


